Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags gab es am 11.06. in Köln einen kleinen Beitrag des Fachbereich Gesundheit im ASN-IAA Köln. Mit Plakaten an Baustellen und Kliniken, sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen wurde auf die Gesundheitsbelastung durch Sonnenhitze aufmerksam gemacht.Denn aufgrund der Erderhitzung sind – neben zunehmender Dürre und Wasserknappheit – die hohen Temperaturen samt UV-Strahlung zunehmende Belastungen für Mensch und Natur. Der längere Aufenthalt im Freien ist vor allem während der zunehmenden Hitzetage eine gesundheitliche Bedrohung, die für vulnerable Personen (Kinder, Alte, Kranke) lebensgefährlich sein kann.Auch Arbeiter*innen, die im betrieblichen bzw. häuslichen Alltag in überhitzen Gebäuden/Fahrzeugen oder in direkter Sonnenstrahlung stundenlang Leistungen erbringen müssen, haben ein erhöhtes Risiko einen Hitzschlag zu erleiden, an dem man auch sterben kann.

Durch vorbeugende Maßnahmen, wie Kühlung, Pausen und Verschattung lassen sich hohe Körpertemperaturen vermeiden oder zumindest auf ein erträgliches Maß senken, was vor allem bei extremer Luftfeuchtigkeit schwierig ist, wie der Hitzeindex zeigt.Außer dringend notwendigen Maßnahmen, wie bauliche Anpassungen und mehr kühlende Grünflächen mit Bäumen, ist es unbedingt nötig, das weitere Ansteigen des Weltklimas durch industrielle Treibhausgase (Kohlendioxid, Methan und Stickoxide) zu beenden. Der fossile Kapitalismus beutet nicht nur Mensch und Natur aus, sondern versucht die tödlichen Folgen der zerstörerischen Marktwirtschaft kostenlos auszulagern.

Die Belastungen des Gesundheitssystems durch die Auswirkungen der Klimazerstörung sind enorm und werden in Zukunft weiter steigen. Der Sparkurs der deutschen Bundesregierung zeigt jedoch, dass die herrschenden Parteien kein Interesse daran haben, die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ernsthaft zu beenden. Die Verkehrs- und Baupolitik setzt weiterhin auf gesundheitsschädliche Technologien und klimaschädliche Materialien, wie Zement und Beton.

Der jährliche Hitzeaktionstag, der von einem breiten Bündnis aus Gesundheitseinrichtungen, Sozialverbänden und Unternehmen getragen wird, soll auf die Auswirkungen der Klimazerstörung aufmerksam machen. Eine Krisenresilienz bei Extremhitze soll auf den Bedarf an Vorsorge und Schutzmaßnahmen hinweisen, aber stellt die Ursache der Naturvernichtung nicht in Frage: Den an produktivem Wachstum ausgerichteten Kapitalismus, der jedoch von klassenbewussten Arbeitskämpfen und sozialen Bewegungen überwunden werden könnte.Fachbereich Gesundheit im Anarcho-Syndikalistischen Netzwerk Köln

Mehr Infos:

„Arbeitssicherheit bei Hitze und Sonne„https://asnkoeln.wordpress.com/2022/07/17/arbeitssicherheit-bei-hitze-und-sonne/

„Nachhaltigkeit im Betrieb: Umwelt- und Klimaschutz am Arbeitsplatz„https://asnkoeln.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/08/nachhaltigkeit-im-betrieb-broschure-2025-online.pdf

„Klimawandel als Klassenkampf – Öko-Syndikalismus statt Green New Deal“https://asnkoeln.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/klimawandel_als_klassenkampf__online-1.pdf

Themenseite „Umweltschutz„https://asnkoeln.wordpress.com/umweltschutz/

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